Ulla von Brandenburg, geboren 1974 in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Paris. Studium der Szenographie und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe von 1995 bis 1998 und von 1998 bis 2004 an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg, bei Stephan Dillemuth und Cosima von Bonin.

Das Oeuvre von Ulla von Brandenburg überführt den Betrachter in eine verfremdete, traumähnliche Welt. Wichtige Motive stammen aus dem Theater und dem Schattenspiel. Wiederkehrend bezieht sie sich auf den Spiegel, an dessen Oberfläche sich das Spiel zwischen Illusion und Realität abzeichnet. Die schwarzweißen One-Shot-Filme stehen hierbei im Kontrast zu den gewaltigen, farbenfrohen Stoffkulissen und den sehr zarten Zeichnungen, die unter dem verstärkten Einsatz von Wasser auf Seidenpapier fast verschwimmen. Menschliche Figuren und ihre Gesten treten in diesem Kosmos vereinfacht, scherenschnittartig auf und unterstreichen die Wichtigkeit der Zeichnung für Ulla von Brandenburg, insbesondere der Umrisslinie und der Leerstellen. Mit ihnen aktiviert sie beim Betrachter ein unbewusstes Bildgedächtnis und lässt ihn an ihrer Analyse der zugeschriebenen Rollen in einer Gesellschaft teilhaben.

Marion Ackermann, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf

© Ulla von Brandenburg und Produzentengalerie Hamburg, Foto: Peter Sander
Foto: Sebastian Kriete

Ausstellungen (Auswahl)

2014
Ulla von Brandenburg, MAMCO, Genf
Ulla von Brandenburg - Drinnen ist nicht Draußen, Kunstverein Hannover, Hannover

2013
Ulla von Brandenburg, Innen ist nicht Außen, Secession, Wien
Ulla von Brandenburg. Das Versteck des W.L., Hamburger Kunsthalle, Hamburg

2010
Intensiv-Station. 26 Künstlerräume, K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

2009
Ulla von Brandenburg, Chisenhale Gallery, London

2008
Passengers 1.8 Ulla von Brandenburg, CCA Wattis Institute for
Contemporary Art, San Francisco
Ulla von Brandenburg. La Maison, Docking Station project Space, Stedelijk Museum, Amsterdam

c Ulla von Brandenburg und Produzentengalerie Hamburg, Foto: Peter Sander
c Ulla von Brandenburg und Produzentengalerie Hamburg, Foto: Peter Sander